Zum Inhalt springen
— Schwerpunkt · Gynäkologie —

Gynäkologische Betreuung

Vorsorge, Diagnostik und Behandlung — alles, was zur Frauenheilkunde gehört. Klar strukturiert nach Anliegen, damit Sie schnell finden, was zu Ihnen passt.

VorsorgeDiagnostikLebensphasenBeratung
№ 01 · Vorsorge nach Alter

Was empfohlen wird — je nach Lebensphase

Die hier gezeigten Vorsorgeuntersuchungen sind Kassenleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Ab 20

Jährliche Basisvorsorge

  • Anamnese & Beratung
  • Inspektion der Vulva
  • Pap-Abstrich (jährlich)
  • Bimanuelle Tastuntersuchung
Ab 30

Plus klinische Brustuntersuchung

  • Inspektion & Tastbefund der Brust
  • Anleitung zur Brust-Selbstuntersuchung
  • Pap-Abstrich weiterhin jährlich (bis 34)
Ab 35

Programmwechsel · Ko-Testung

  • Ko-Testung: Pap + HPV alle 3 Jahre statt jährlichem Pap
  • Die jährliche klinische Vorsorge bleibt unverändert
  • Bei Auffälligkeit ggf. häufigere Kontrollen
Ab 50

Mammographie & Darmkrebsvorsorge

  • Mammographie-Screening 50–75 J., alle 2 Jahre
  • Darmkrebs-Screening ab 50: iFOBT alle 2 Jahre
  • Alternativ: Koloskopie 2× im 10-Jahres-Abstand ab 50 J. (G-BA 2025)
Wichtige Begriffe

Was hinter den Abkürzungen steckt

Vier Begriffe, die im Vorsorge-Kontext häufig auftauchen — kurz und präzise erklärt.

KFE-Richtlinie
Die Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL) des G-BA regelt Umfang und Rhythmus der gynäkologischen Vorsorge in Deutschland — von der jährlichen Tastuntersuchung ab 20 bis zur organisierten Ko-Testung (Pap + HPV) ab 35.
Pap-Nomenklatur (Münchner III)
Standardisiertes System zur Einordnung zytologischer Befunde vom Gebärmutterhals — von Pap I (unauffällig) über Pap III (unklar) bis Pap V (Hinweis auf Karzinom). Die Einordnung erfolgt ärztlich; Zwischenstufen (IIID, IIIG etc.) beschreiben die Art der Veränderung.
HPV · Humane Papillomviren
Weit verbreitete DNA-Viren, von denen zwölf Hochrisiko-Typen dauerhafte Infektionen am Gebärmutterhals verursachen können. HPV 16 und 18 sind die häufigsten. Der Ko-Test (Pap + HPV-Test) ist ab 35 fester Bestandteil des organisierten Screenings.
STIKO
Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut. Empfiehlt die HPV-Impfung als Standardimpfung für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren; Nachholimpfung bis zum vollendeten 17. Lebensjahr.
№ 02 · Vorsorge & Früherkennung · Kassenleistungen

Vorsorge & Früherkennung

Alle Untersuchungen, die im gesetzlichen Krebsfrüherkennungs-Programm (KFE-RL) verankert sind — von der jährlichen Tastuntersuchung bis zum Mammographie-Screening. Kassenleistung.

№ 01

Jährliche Vorsorge

Kassenleistung ab 20

Anamnese · Inspektion der Vulva · Spekulum-Einstellung mit Beurteilung der Portio · Pap-Abstrich (Zytologie nach Münchner Nomenklatur III bzw. Bethesda) · bimanuelle Palpation von Uterus und Adnexen · ab 30 J. zusätzlich klinische Brustuntersuchung. Befundbesprechung im Anschluss.

Spekulum-InspektionBimanuelle PalpationBefundbesprechung
№ 02

Pap-Abstrich

Zelldiagnostik vom Gebärmutterhals

Zellentnahme von Portio und Endozervix mit anschließender mikroskopischer Beurteilung. Die Befunde werden nach Münchner Nomenklatur III klassifiziert — die Einordnung erfolgt ärztlich, eine Selbst-Bewertung des Befund-Briefs ist nicht möglich. Wir besprechen jeden Befund mit Ihnen und planen — wenn nötig — die Abklärung in der Dysplasiesprechstunde.

Pap I–VMünchner Nomenklatur IIIBefundbesprechung
№ 03

HPV-Test

Co-Testung ab 35

Nachweis humaner Papillomviren (HPV) am Gebärmutterhals. Klinisch relevant sind die zwölf Hochrisiko-Typen — sie alle können zu Vorstufen führen, am häufigsten sind HPV 16 und 18. Seit 2020 ab dem 35. Lebensjahr als Co-Test mit dem Pap-Abstrich im 3-Jahres-Rhythmus Kassenleistung.

HPV 16/18 high-riskCo-TestungAb 35 J.
№ 04

HPV-Impfung

Prävention vor Infektion

Schutzimpfung gegen Humane Papillomviren — STIKO-Standard für Mädchen und Jungen 9–14 J. (2 Dosen), Nachholimpfung bis zum vollendeten 17. Lebensjahr (3 Dosen). Senkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich.

Standard 9–14 J.Nachhol bis 17 J.Kassenleistung
№ 05

Mammographie-Screening

Bei externer Einrichtung · ab 50 J.

Das gesetzliche Mammographie-Screening-Programm läuft für Frauen von 50 bis 75 Jahren alle 2 Jahre — Sie werden automatisch zentral per Brief eingeladen. Die Untersuchung findet in einer zertifizierten Screening-Einheit statt, nicht in unserer Praxis.

Programm 50–75 J.Alle 2 JahreExterne Einrichtung
№ 06

Vulva-Inspektion

Visuelle Beurteilung des äußeren Genitales

Bei jeder gynäkologischen Untersuchung beurteilen wir den Vulva-Bereich auf Veränderungen (z. B. Lichen sclerosus, VIN, pigmentierte Hautveränderungen) — ein wichtiger Baustein der Früherkennung.

InspektionHautveränderungenLichen sclerosus
№ 03 · Erweiterte Vorsorge & Früherkennung · IGeL

Erweiterte Vorsorge

Untersuchungen, die über das gesetzliche Programm hinausgehen — als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst zu zahlen. Sinnvoll bei dichtem Brustgewebe, familiärer Belastung oder zur erweiterten Abklärung.

№ 01

Brustvorsorge & Ultraschall

Klinische Untersuchung · Sonographie · Selbstuntersuchung

Umfassende Brust-Vorsorge auf einer Seite: klinische Tastuntersuchung (ab 30 Kasse), erweiterte Sonographie als IGeL bei dichtem Gewebe oder Tastbefund-Abklärung, Anleitung zur Selbstuntersuchung sowie Information zum Mammographie-Screening.

TastbefundSonographieACR-Dichte C/DRisiko-Einordnung
Alle Brust-Themen ansehen
№ 02

Vaginalultraschall

Gebärmutter & Eierstöcke

Hochauflösende transvaginale Sonographie zur Beurteilung von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) und Eierstöcken — strahlungsfrei und detailliert.

IGeLEndometriumOvarialdiagnostik
Mehr erfahren
№ 03

Dünnschichtzytologie

ThinPrep · moderne Pap-Variante

Verbesserte zytologische Aufbereitung des Abstrich-Materials in einer Flüssigkeit — kann die Aussagekraft des Pap-Befunds erhöhen, insbesondere bei dichten Zell-Verhältnissen.

IGeLThinPrepFlüssigzytologie
№ 04

HPV-Test vor 35

Auf eigenen Wunsch

Wenn Sie den HPV-Status bereits vor dem 35. Lebensjahr klären möchten — etwa bei Kinderwunsch oder familiärer Belastung — bieten wir den HPV-Test als IGeL an.

IGeLUnter 35 J.Hochrisiko-HPV
№ 06 · Gut zu wissen

Zahlen, die helfen

bis zu 90 %

Die HPV-Impfung kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich senken — Studien zeigen Reduktionen bis zu 90 %.

1 von 8

Etwa jede 8. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs — Vorsorge bleibt entscheidend.

1× jährlich

Die jährliche gynäkologische Vorsorge ist Kassenleistung ab dem 20. Lebensjahr.

deutlich

Regelmäßige Vorsorge senkt nach Studienlage die Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs deutlich.

— Was uns ausmacht —
Zeit für Sie
Lange Termine mit ruhiger Taktung — wir hören zu.
Moderne Diagnostik
Hochauflösender Ultraschall und gezielte Labordiagnostik.
Schulmedizin + Naturheilkunde
Evidenzbasierte Diagnostik kombiniert mit Beratung zu Lebensstil und ergänzenden Verfahren.
Am Bodensee
Praxis in Immenstaad — gut erreichbar im Dreiländereck.
Leitlinien & Evidenz

Auf welcher Grundlage wir arbeiten

Unsere Empfehlungen orientieren sich an den aktuellen deutschen Leitlinien und Fachrichtlinien.

S3-LEITLINIE

Zervixkarzinom · Prävention (AWMF 015/027OL)

Deutsche S3-Leitlinie zur Prävention des Gebärmutterhalskrebses — Grundlage für Screening-Empfehlungen, Ko-Testung, Umgang mit auffälligen Befunden sowie Dysplasie-Sprechstunden.

KFE-RL

Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des G-BA

Regelt seit 2020 das organisierte Screening auf Gebärmutterhalskrebs — mit fester Einladung, dokumentierter Ko-Testung ab 35 im 3-Jahres-Rhythmus und definierten Abklärungspfaden bei auffälligen Befunden.

RKI 2025

Zentrum für Krebsregisterdaten

Die Daten des Robert-Koch-Instituts zeigen einen deutlichen Rückgang der Inzidenz und Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs seit Einführung strukturierter Vorsorge und HPV-Impfung.

HPV-IMPFUNG

Wirksamkeit der HPV-Impfung (Studien)

Große Kohortenstudien aus Skandinavien und Schottland zeigen eine deutliche Senkung von hochgradigen Vorstufen und ersten Zervixkarzinom-Fällen bei früh geimpften Kohorten.

Häufige Fragen

Antworten auf häufige Fragen

Wie oft sollte ich zur gynäkologischen Vorsorge gehen?

Ab dem 20. Lebensjahr wird eine jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Diese umfasst Anamnese, Tastuntersuchung und Pap-Abstrich. Ab 35 Jahren wird zusätzlich der HPV-Test im Rahmen der Ko-Testung alle drei Jahre durchgeführt.

Was passiert bei einer gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung?

Die Untersuchung beginnt mit einem Gespräch über Ihre Beschwerden und Vorgeschichte. Anschließend erfolgen eine Tastuntersuchung des Unterleibs, ein Abstrich vom Gebärmutterhals (Pap-Test) und je nach Alter eine Brustuntersuchung. Bei Bedarf wird ein Ultraschall ergänzt. Wir erklären jeden Schritt vorab.

Ab wann wird eine Brustuntersuchung empfohlen?

Ab dem 30. Lebensjahr gehört das Abtasten der Brust zur jährlichen Vorsorge. Ab 50 Jahren erhalten Frauen zusätzlich alle zwei Jahre eine Einladung zum Mammographie-Screening in einer zertifizierten Screening-Einheit. Ergänzende Untersuchungen wie ein Brustultraschall können individuell sinnvoll sein.

Was ist ein Pap-Abstrich und warum ist er wichtig?

Beim Pap-Abstrich werden Zellen vom Gebärmutterhals entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. So können Zellveränderungen frühzeitig erkannt werden. Der Abstrich ist in der Regel gut verträglich und dauert nur wenige Sekunden.

Wann sollte ich außerhalb der Vorsorge eine Frauenärztin aufsuchen?

Bei Beschwerden wie ungewöhnlichen Blutungen, Unterleibsschmerzen, auffälligem Ausfluss, Zyklusstörungen oder Brustveränderungen sollten Sie zeitnah einen Termin vereinbaren. Auch bei Verhütungsfragen oder einem Kinderwunsch beraten wir Sie gerne.

Ist die HPV-Impfung auch im Erwachsenenalter sinnvoll?

Die HPV-Impfung wird von der STIKO für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen, mit Nachholimpfung bis zum vollendeten 17. Lebensjahr. Auch im Erwachsenenalter kann eine Impfung individuell sinnvoll sein — die Indikation besprechen wir gerne mit Ihnen.

Was bedeutet ein auffälliger Pap-Befund?

Ein auffälliger Pap-Befund ist nicht gleichzusetzen mit Krebs — die meisten Veränderungen sind reaktiv, entzündlich oder bilden sich spontan zurück. Je nach Stufe der Einordnung (Pap II-a bis Pap V) folgen Kontrollintervalle, HPV-Testung oder eine Kolposkopie in der Dysplasiesprechstunde. Wir besprechen jedes Ergebnis mit Ihnen persönlich.

Wie bereite ich mich auf die Untersuchung vor?

Die Vorsorge findet idealerweise nicht während der Regelblutung statt. In den 24 Stunden vor der Untersuchung möglichst auf Geschlechtsverkehr, Scheidenspülungen und intravaginale Präparate verzichten. Bringen Sie den Impfausweis, eine Liste der eingenommenen Medikamente und ggf. frühere Befunde mit.

Wie sicher sind Ihre Untersuchungsräume?

Wir arbeiten nach den Hygienestandards des Robert-Koch-Instituts — mit sterilen Einmalinstrumenten (Spekula) und routinemäßiger Aufbereitung wiederverwendbarer Geräte (Ultraschall). Alle Räume sind mit modernem Ultraschall ausgestattet, die Untersuchungsposition wird individuell angepasst.

Was ist bei sehr dichtem Brustgewebe zu beachten?

Bei ACR-Dichte C oder D ist die Aussagekraft der Mammographie eingeschränkt — hier ergibt eine ergänzende Sonographie oft zusätzliche Informationen. Ob und wie oft sie sinnvoll ist, hängt vom individuellen Risikoprofil und den Vorbefunden ab. Wir beraten Sie gerne dazu.

Kann ich meine Vorsorge auch in der Perimenopause weiterführen?

Ja, gerade in der Perimenopause und nach der letzten Regel bleibt die Vorsorge wichtig — Blutungsanomalien, Endometrium-Aufbau oder Vulva-Veränderungen sollten weiter kontrolliert werden. Wir passen die Untersuchungsintervalle Ihrer Situation an und binden gerne Hormonberatung mit ein.

Betreuen Sie auch Frauen aus Vorarlberg oder der Schweiz?

Ja — unsere Praxis in Immenstaad ist zentral am Bodensee gelegen und für Patientinnen aus Bregenz, Kreuzlingen, St. Gallen und dem gesamten Dreiländereck gut erreichbar. Für Privatpatientinnen und externe Anfragen zur Hormonsprechstunde nutzen Sie gerne die Hormonberatung.

Termin

Lassen Sie uns sprechen.

Wählen Sie den Weg, der Ihnen am liebsten ist — online, telefonisch oder per Nachricht.