Vaginalultraschall
Detaillierte Beurteilung von Gebärmutter, Eierstöcken und umgebendem Gewebe — ohne ionisierende Strahlung, in der Regel gut verträglich.
Warum genaue Bildgebung so wichtig ist
Neuerkrankungen an Gebärmutterkörperkrebs pro Jahr in Deutschland
Neuerkrankungen an Eierstockkrebs pro Jahr in Deutschland
auffälliger Befunde durch hochauflösende Bildgebung
als Teil der gynäkologischen Untersuchung — ergänzend zur klinischen Beurteilung
Indikationen für einen Vaginalultraschall
Der Vaginalultraschall ist eines der zentralen diagnostischen Verfahren der Gynäkologie und kommt in vielen Situationen zum Einsatz.
Wie eine Untersuchung abläuft
Fünf einfache Schritte — wir erklären Ihnen jeden davon, bevor er kommt.
Ihre Ärztin bespricht den Ablauf und Ihre Fragen.
Bequeme Lagerung auf dem gynäkologischen Stuhl.
Ein dünner Ultraschallkopf wird schonend eingeführt.
Gebärmutter (Endometrium, Myometrium), beide Adnexe (Ovarien, Eileiter) sowie der Douglas-Raum auf freie Flüssigkeit.
Die Ergebnisse werden direkt mit Ihnen besprochen.
Was wir erkennen können
Befunde werden ärztlich eingeordnet — auch das einzuordnen ist Teil unserer Aufgabe.
Was auf dem Befund steht
Vier Begriffe, die in Ultraschallbefunden immer wieder auftauchen — kurz und präzise erklärt.
- Endometrium
- Die Gebärmutterschleimhaut, deren Dicke sich im Zyklus verändert. Direkt nach der Regel sehr dünn (2–4 mm), vor dem Eisprung wachsend (7–10 mm), zur zweiten Zyklushälfte am dicksten (bis ca. 14 mm). Nach den Wechseljahren gilt üblicherweise > 4 mm als abklärungsbedürftig — die Einordnung erfolgt individuell.
- Adnexe
- Sammelbegriff für die „Anhangsorgane" der Gebärmutter — Eierstöcke (Ovarien) und Eileiter (Tuben). Wird im Ultraschallbefund häufig verwendet: „unauffällige Adnexe beidseits" bedeutet, dass Eierstöcke und Eileiter regelrecht erscheinen.
- IOTA-Kriterien
- Standardisierte Merkmale der International Ovarian Tumor Analysis Group zur Einordnung von Eierstockbefunden — unterscheidet gutartige („B-Rules") von möglicherweise auffälligen („M-Rules") Merkmalen. Grundlage für die Entscheidung: Verlaufskontrolle vs. weitere Abklärung.
- FIGO-Klassifikation für Myome (0–8)
- Beschreibt die genaue Lage eines Myoms in der Gebärmutter — von 0 (komplett in der Gebärmutterhöhle, gestielt) über 3–5 (in der Muskelwand) bis 8 (im Gebärmutterhals). Entscheidend für Symptome, Kinderwunsch und die Wahl einer eventuellen Therapie.
Auf welcher Grundlage wir befunden
Unsere Ultraschall-Befundung orientiert sich an den aktuellen deutschen und internationalen Standards.
International Ovarian Tumor Analysis
Internationale Standards für die Bewertung von Eierstockbefunden im Ultraschall — Grundlage für Verlaufskontrollen und Weiterleitung an spezialisierte Zentren bei komplexen Befunden.
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin
Fachgesellschaft mit gestuftem Qualitätssicherungssystem (Stufen I–III) für gynäkologische Sonographie — Standards für Geräte, Durchführung und Befund-Dokumentation.
Endometriumkarzinom (AWMF 032-034OL)
Deutsche Leitlinie für die Diagnostik und Therapie des Gebärmutterkörperkrebses — u. a. mit Empfehlungen zur Abklärung von auffälligem Endometrium-Aufbau in der Postmenopause.
Ovarialkarzinom (AWMF 032-035OL)
Deutsche Leitlinie für Diagnostik und Therapie des Eierstockkrebses — inkl. IOTA-basierter Ultraschall-Einordnung und Kriterien für die Weiterleitung an gynäkologische Krebszentren.
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Wir beraten Sie gerne — in unserer Praxis in Immenstaad am Bodensee.