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Frauengesundheit20.02.2026 6 Min. Lesezeit

Wechseljahre — Was hilft wirklich?

Wichtige Therapieoptionen bei Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen

Die Wechseljahre (Klimakterium) betreffen jede Frau, meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Die hormonelle Umstellung kann zu unterschiedlich starken Beschwerden führen. Die gute Nachricht: Es gibt heute verschiedene Therapieoptionen, die Beschwerden lindern können.

Typische Beschwerden

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche (bei ca. 70 % der Frauen)
  • Schlafstörungen und Durchschlafprobleme
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, depressive Verstimmung
  • Scheidentrockenheit und Blasenbeschwerden
  • Gelenkschmerzen und Konzentrationsschwäche
  • Gewichtszunahme und veränderte Fettverteilung

Hormonersatztherapie (HRT)

Die Hormonersatztherapie kann bei ausgeprägten Wechseljahresbeschwerden eine wichtige Option sein. Sie hat sowohl Nutzen als auch Risiken (z. B. Thromboembolie-Risiko, Brustkrebsrisiko bei längerer Anwendung), die individuell — abhängig von Anwendungsform, Dauer, Alter bei Beginn und Vorerkrankungen — abgewogen werden müssen. Diese Bewertung erfolgt ausschließlich im persönlichen Beratungsgespräch.

Pflanzliche Optionen

Bei leichteren Beschwerden werden auch pflanzliche Präparate eingesetzt. Wichtig: Auch pflanzliche Mittel können Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben (z. B. mit der Pille oder Antidepressiva). Welche Option für Sie sinnvoll ist, besprechen wir individuell — bitte keine Selbstmedikation ohne ärztliche Rücksprache.

Begleitende Maßnahmen

Lebensstil, Bewegung, ausgewogene Ernährung und Stressreduktion können sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Bei nachgewiesenem Mangel kann eine gezielte Substitution einzelner Mikronährstoffe sinnvoll sein.

Quellen

  • AWMF S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause, DGGG (aktuelle Fassung)
  • Deutsche Menopause Gesellschaft e.V.
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